auf der Internetseite des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Kreisverband Bamberg e.V.
Radtourenprogramm 2012
Das Radtourenprogramm 2012 ist da! Es erhalten alle Mitglieder des ADFC Bamberg e.V. per Post zugeschickt. Daneben wird es in Kürze bei den im Heft inserierenden Firmen und anderen öffentlichen Stellen kostenlos ausgelegt.
Das Heft ist heuer etwas "farbenfroher" geworden. Dies haben wir vor allen Dingen den "alten", aber auch vielen neu hinzugewonnen Anzeigenkunden zu verdanken, die wir daher auch für Einkäufe und deren Dienstleistungen ausdrücklich empfehlen.
Inhaltlich bietet das Radtourenprogramm auf 76 Seiten wieder für jeden etwas. Für Familien, Alltagsradler, Tourenfahrer oder Mountainbiker ist die Auswahl unserer ehrenamtlichen Tourenleiter so groß wie nie. Neu ist ein wöchentlicher Rennrad-Treff jeden Samstag.
Radeln Sie doch mal mit, sei es in Bamberg, oder aber auch bei den Touren der Kreisgruppe Obermain, die auch wieder in unserem Heft zu finden sind.
Die Jahreshauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bamberg hatte in diesem Jahr ihren Höhepunkt kurz vor Ende der Sitzung. Denn da beschlossen die anwesenden Mitglieder einstimmig, dass der ADFC Bamberg seine Mitarbeit in der städtischen Arbeitsgruppe Radverkehr einstellen soll. Nach eingehender Diskussion erfolgte diese Entscheidung vor allem wegen der unbefriedigenden Entwicklung dieses Gremiums in den letzten Jahren. Bei ihrer Gründung 1991 war die Arbeitsgruppe als Instrument der Radverkehrsförderung vorgesehen gewesen. Jedoch stagnierten in den letzten Jahren die positiven Erfolge für den Fahrradverkehr.
Anstatt nach Lösungen zu suchen, wie man das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad fördern kann, wurden von vielen Teilnehmern des Gremiums aus der Windschutzscheibenperspektive häufiger lieber Gründe für eine Verhinderung fahrradfreundlicher Maßnahmen gesucht. So wurde z.B. das Leipziger Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Radwegebenutzungspflicht nahezu konsequent ignoriert. Auch für dringend notwendige Maßnahmen wie z.B. die Anlage eines Radstreifens an der Nordseite des Regensburger Rings sind nach wie vor keine Geldmittel vorhanden. Dennoch werden die Vertreter der Stadt nicht müde, die besondere Fahrradfreundlichkeit Bambergs herauszustellen. Die Einrichtung eines solchen Gremiums wie die AG Radverkehr stellt damit eher eine Alibiveranstaltung dar, um Bambergs Radfreundlichkeit zu untermauern. Dieses Feigenblatt wird der Stadt aus Sicht des ADFC nun genommen.
Zuvor ging in der Sitzung Vorstandsmitglied Harald Pappenscheller im verkehrspolitischen Bericht auf weitere Entwicklungen in Sachen Radverkehr ein. Absolut positiv betrachten die ADFC-Verantwortlichen z.B. die Eröffnung des neuen Fahrradparkhauses an der Brennerstraße, mit dem sich die Radabstellsituation im Bahnhofsumfeld nun deutlich verbessert. Das negative Highlight des abgelaufenen Jahres ist jedoch der Neubau des Kreisverkehrs Laubanger/Emil-Kemmer-Straße in Hallstadt. Wo auf den zuführenden Straßen Fahrradfahrer auf der Straße gut aufgehoben scheinen, wird er am Kreisel auf Schmalspurradwege gezwungen, wo er noch dazu an jeder Einmündung die Vorfahrt ausfahrenden Autoverkehrs zu beachten hat. Gegen diese fahrradunfreundliche und rechtlich zweifelhafte Maßnahme erwägt der Vorstand des ADFC gegen die Stadt Hallstadt nun juristische Schritte.
Schatzmeisterin Elke Pappenscheller berichtete über die solide Finanzlage des Vereins, was auch die Rechnungsprüfer Anna-Elisabeth Wegner und Stephan Mesenhuber bestätigten. Die Mitgliederzahl ist auch im abgelaufenen Jahr 2011 leicht gestiegen und liegt bei derzeit 434 Personen. Martin Neubauer berichtete über die letzte Radtourensaison, in der immerhin 82 Touren mit einer Gesamtlänge von 3698 Kilometern und ca. 694 Teilnehmern absolviert wurden. Damit wurden von allen Radlern insgesamt rund 40000 Kilometer zurückgelegt.
Nach Entlastung des alten Vorstandsteams erfolgten die Neuwahlen. Da sowohl Martin Neubauer als auch Bernhard Hanske nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung standen und sich auch keine weiteren Nachrücker für die Vorstandsarbeit bewarben, wurden die bisherigen drei Vorstandsmitglieder Elke und Harald Pappenschelller und Michael Schilling einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt.
Eröffnung des ersten Bamberger Fahrrad-Parkhauses
Am Montag, 05.03.2012 wird Bambergs erstes Fahrrad-Parkhaus an der Brennerstraße 9 feierlich eröffnet. Der ADFC Bamberg, der vom Betreiber der Anlage - den Stadtwerken Bamberg - von Beginn an stets in die Planungen miteinbezogen wurde, ist begeistert vom Umbau des ehemaligen unter Denkmalschutz stehenden Bahngebäudes zum "Radhaus". Die videoüberwachte Anlage, in der bis zu 330 Fahrräder wittterungsgeschützt, sicher und geordnet abstellen kann, ist ein echtes Schmuckstück geworden. Die Gebühren von 50 Cent (Tagesticket), 8 EUR (pro Monat) bzw. 70 EUR (für ein Jahr) sind angemessen, wenn man bedenkt, was Reparaturen durch Vandalismus oder durch umgefallene Fahrräder bei der Abstellfläche am Hauptgebäude des Bahnhofs bisher kosteten. Mit der Eröffnung des Radhauses wird auch der Fußgängertunnel zu den Bahnsteigen bis an die Brennerstraße führen, was ebenfalls zur Sicherheit des Radverkehrs führen kann, wenn die aus Bamberg-Ost kommenden Schüler ihren Weg zum Bahnhof nun durch diesen Tunnel nehmen werden und dadurch die Zollnerunterführung mit ihrer schmalen Fuß-Radweg-Situation nun etwas entschärft wird.
Radfahrer absteigen?
Radfahrer absteigen - hier gibt's einen interessanten Beitrag von Bernd Sluka zu einem oft gesehenen, aber eigentlich fast immer falsch benutzten Schild.
Mängel bei Radverkehrsanlagen - nennen Sie uns Ihre Kritik!
... am besten mit dem Mängelanzeige-Formular (online oder offline),
mit dem kritische VerkehrsteilnehmerInnen Mängel an Radverkehrsanlagen
(Radwege, Beschilderung, Abstellanlagen usw.) sowie Vorschläge zur
Umsetzung der StVO-Novelle (insbesondere punktuelle Aufhebung der
Radwegebenutzungspflicht und "Öffnung" von Einbahnstraßen) dem ADFC
mitteilen können. Der ADFC wird versuchen, die Anliegen der Bamberger
RadfahrerInnen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in die
Tat umzusetzen.