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29.03.2016
Brief an die Gemeinde Litzendorf zu Radwegeplanungen im Ellertal

Sehr geehrter Herr B├╝rgermeister M├Âhrlein, liebe Mitglieder des
Gemeinderats,

im ÔÇ×FTÔÇť haben wir gelesen, dass die Gemeinde Litzendorf den Bau eines Radweges entlang der St2281 von Lohndorf nach Tiefenellern plant. Der ADFC Bamberg e.V. begr├╝├čt die die Fahrradf├Ârderung der Gemeinde Litzendorf. Wir haben mit Freude festgestellt, dass Radverkehrsanlagen gebaut, Fahrradabstellpl├Ątze im Ortszentrum Litzendorf geschaffen und die Benutzungspflicht auf dem Bordsteinradweg von Naisa nach P├Âdeldorf aufgehoben wurden. Und auch der Wegfall der Radwegebenutzungspflicht an der Bamberger Stra├če ist uns positiv aufgefallen.

Dies sind alles Ma├čnahmen, die dem Radverkehr f├Ârderlich sind. Die oben genannte Radwegeplanung sieht der ADFC aber kritisch, da sie dem Radverkehr nicht viel bringt. Lassen Sie uns das kurz begr├╝nden. Eine im ÔÇ×FTÔÇť genannte ÔÇ×klaffende L├╝ckeÔÇť im Radverkehrsnetz gibt es nicht. Es existiert zwischen Lohndorf und Tiefenellern ja bereits ein wunderbarer Radweg, der ein sicheres und entspanntes Radeln zwischen den beiden Gemeindeteilen erm├Âglicht. Dieser Weg , betrachtet man nur die Strecke zwischen Lohndorf und Tiefenellern, ist zwar mit einem kleinen Umweg und ein paar zus├Ątzlichen Steigungen verbunden, dennoch stellt er eine sehr gute Alternative zum Befahren der Stra├če dar. F├╝r Radler, die von Litzendorf nach Tiefenellern wollen, stellt die bestehende Route nicht mal einen Umweg dar und der Anstieg innerhalb Lohndorfs f├Ąllt auch weg. Vermutlich ist der Anteil der Radler, die die ÔÇ×Fr├Ąnkische ToskanaÔÇť durchradeln wollen, die eindeutig gr├Â├čte Gruppe. Denen bringt ein Radweg entlang der Stra├če nicht viel. Bleiben also nur der Radler ├╝brig, f├╝r den Lohndorf Ziel oder Quelle ist. Abgesehen davon, dass dies sicher nicht viele sind, haben auch sie schon die M├Âglichkeit auf der bestehenden Route zu fahren oder als Alternative f├╝r den flotten Alltagsradler auf der Stra├če zu fahren. Die Verkehrsbelastung dieser Stra├če ist sicherlich nicht sehr hoch, ebenso wenig wird sie durch einen hohen LKW-Verkehr belastet.

Der geplante Radweg wird vermutlich in Form eines einseitig angelegten beidseitig zu benutzenden Fu├č- und Radweg angelegt werden, was f├╝r Radler nicht nur vorteilhaft ist, muss er doch an den jeweiligen Enden, wenn er auf der linken Seite unterwegs ist, die Stra├če zweimal ├╝berqueren, was den geringen Sicherheitsgewinn auf der Strecke wieder mehr als ausgleicht. Bei Dunkelheit wird der links fahrende Radler durch die Scheinwerfer der Autos geblendet. Aus all diesen Gr├╝nden wird ein Alltagsradler durch so einen Radweg eher verlangsamt. Gerade in Richtung Lohndorf kann man durch das leichte Gef├Ąlle auf der Stra├če schon recht z├╝gig radeln.

Die Stra├če ist relativ breit ausgebaut, sie weist keine un├╝bersichtlichen Kurven auf und hat wie schon erw├Ąhnt eine nicht allzu hohe Verkehrsbelastung. Daher k├Ânnen wir keine besondere Gefahrenlage erkennen, die die Anlage eines Radweges erforderlich macht. Durch die Trennung vom sogenannten Langsamverkehr wird das gefahrene Tempo der PKW- und Motorradfahrer sicher noch ansteigen, da sie ja nicht mehr mit Radlern rechnen m├╝ssen. Bei der bestehenden Ausschilderung werden unsichere Radler, Familien mit Kindern an Lohndorf vorbeigef├╝hrt. Was hat es f├╝r einen Vorteil, wenn diese Radler, angelockt durch den neuen Radweg, dann in die Ortsdurchfahrt von Lohndorf gelotst werden, die ja doch ein nicht unerhebliches Gef├Ąlle aufweist.

Zusammenfassend sehen wir daher keinen Grund f├╝r ein solches Projekt. Die unsicheren Radler haben nicht viel davon und der flotte Alltagsradler wird eher ausgebremst. Die Ma├čnahme kostet Geld, das an anderer Stelle f├╝r den Radverkehr sicher sinnvoller eingesetzt w├Ąre und sie bedeutet eine weitere Versiegelung unserer Landschaft, die gerade im landschaftlich herrlichen Ellertal sehr schmerzlich w├Ąre.

Sollte die Gemeinde Litzendorf sich dennoch f├╝r diesen Radwegebau entscheiden, spricht sich der ADFC ausdr├╝cklich dagegen aus, diesen Weg mit dem Verkehrszeichen 240 ÔÇ×Gemeinsamer Geh- und RadwegÔÇť auszuschildern, da die Anordnung einer Radwegebenutzungspflicht nur erfolgen darf, wenn aufgrund der Verh├Ąltnisse eine besondere Gefahrenlage besteht. Diese Gefahrenlage besteht auf der Staatsstra├če 2281 sicher nicht. Alternativ kann auf dem neuen Weg z. B. das Verkehrszeichen 260 ÔÇ×Verbot f├╝r Kraftr├Ąder, Kleinkraftr├Ąder und Mofas sowie sonstige mehrspurige KraftfahrzeugeÔÇť angebracht werden.

Falls Sie noch Fragen zu unseren Ausf├╝hrungen haben, sind wir gerne f├╝r weitere Ausk├╝nfte bereit. Z├Âgern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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